Gießener Röntgentorte für Lenneps Bücherei

15 September 2014 , Verfasst in Aus dem alten Lennep 

Gießener Röntgentorte für Lenneps Bücherei – Eine Facette des Altstadtfestes 2014

Dr. Wilhelm R. Schmidt spendete im Herbst 2014 der Lenneper Stadtteilbücherei eine Gießener Röntgentorte. Der Hintergrund ist, dass der Lennephistoriker Schmidt zwar in Lennep geboren wurde und dort zur Schule ging, jedoch in Gießen studierte, heirate und weiterhin dort wohnt, wo Wilhelm Conrad Röntgen in den Jahren 1879 bis 1888 als ordentlicher Professor wirkte. In der Universitätstadt Gießen finden heutzutage viele Röntgenkongresse statt, und es gibt dort ebenso wie in Lennep einen nach Röntgen benannten Lions Club. Das Familiengrab der Röntgens ist noch heute auf dem sog. Alten Friedhof der Stadt zu besichtigen. Dort liegen Constance Charlotte Röntgen (geb. Frowein, 1806–1880) und Friedrich Conrad Röntgen (1801–1884), sowie deren Sohn Wilhelm Conrad Röntgen mit seiner Frau Berta (geb. Ludwig, 1839–1919). Das Röntgendenkmal in Gießen wurde 1962 errichtet. Es besteht aus Metallstäben, die einen aus Naturstein gebildeten Knochen durchdringen und damit die Röntgenstrahlen symbolisieren. Ähnlich wie beim Lenneper Röntgendenkmal (z.B. Lenneper Lieschen oder Frau mit dem Eishörnchen) gab auch das Gießener Denkmal Anlass zu witzigen bis spöttischen Benennungen. Es wird manchmal Gießener Knochen oder auch Gießener Schaschlik genannt, weil die metallenen Strahlen an Schaschlikspieße erinnern. Dieses Röntgendenkmal hat die Gießener Konditorei Kurt Geißner auf ihrer Torte abgebildet. Beim Tag nach der Übergabe wurde sie Besuchern der Stadtteilbücherei Lennep im Rahmen des Lenneper Altstadtfestes 2014 zum Verzehr angeboten, gegen eine kleine Spende natürlich für den Förderverein. Die Torte kam bei den Vereinsmitgliedern und den Gästen der Lenneper Büchereifreunde sehr gut an. Die Stadtteilbücherei Lennep dankte Dr. Schmidt für seine gelungene Überraschung: zusammen mit der Röntgentorte überreichte er den Lenneper Büchereifreunden noch einen privaten Spendenscheck über 100,00 EUR sowie eine Anzahl Bücher für den Verkauf zugunsten des Fördervereins.

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