Lennep hat was

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Zeittafel

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vorchristliche Zeit Mehrere Bodenfunde beweisen eine menschliche Besiedlung in der jüngeren Steinzeit (drittes vorchristliches Jahrtausend).
Die anschließende Bronze- und Hallstattzeit hat keine bisher entdeckten Siedlungsspuren hinterlassen.
8. Jahrhundert Eine neue Siedlung scheint entstanden zu sein.
12. Jahrhundert Machtergreifung durch die Grafen von Berg in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wird Lennep erstmals als "Linepe" erwähnt. Die Siedlung verdankt ihre spätere Bedeutung ihrer Lage an der Handels- und Pilgerstraße Köln - Westfalen.
13. Jahrhundert Um 1230 werden die Grenzen durch vier Tore, Mauerring und einen Wallgraben befestigt.
1276 Erstmalig wird die Gründung der Stadt Lennep erwähnt.
1326 Erster Stadtbrand - die bestehende Siedlung wird völlig vernichtet Wiederaufbau in den alten räumlich strukturellen Grundzügen
14. Jahrhundert Ausdehnung der gewerblichen Entwicklung (handwerkliche Tuchverarbeitung, Eisenverarbeitung, Handel) und Zunahme der Bevölkerung
15. Jahrhundert Lennep wird Ende des 14. Jahrhunderts Mitglied der Hanse
26. September 1563 Zweiter Stadtbrand - fast sämtliche Gebäude werden zerstört Wiederaufbau weitgehend nach altem Vorbild
16. Jahrhundert Blüte der Lenneper Tuchverarbeitung
1641 Gesuch der Minoriten (Franziskaner), sich in Lennep niederzulassen
1696 Einweihung der Klosterkirche
1746 Dritter Stadtbrand - ca. 400 Bürgerhäuser, 1 000 Haushalte und fast die gesamte Stadtmauer wurden zerstört
nach 1746 Der Wiederaufbau geschieht im wesentlichen nach dem alten Stadtgrundriß, da der Vorschlag eines Aufbaues nach dem Vorbild Mannheims (geradliniges, rechtwinkliges Straßenraster mit bastionsartiger Umwehrung) fallengelassen wurde
1774 Erneute Blüte des Tuchhandwerkes
1793 Niederlegung der Stadtmauern
1806 Das "Herzogtum Berg" fällt an Frankreich. Die Fremdherrschaft trägt zum Niedergang der Produktion bei.
1813 Eingliederung des Herzogtums Berg in die Preußische Rheinprovinz. Neuer Aufschwung der Tuchproduktion.
1815 Lennep wird Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises.
19. Jahrhundert Lennep entwickelt sich sowohl seitens der Produktion, als auch seitens des Bevölkerungszuwachses vergleichsweise langsam. Remscheid scheidet als selbständiger Stadtkreis aus dem Landkreis Lennep aus.
1929 Durch die kommunale Neugliederung wird Lennep nach Remscheid eingemeindet.
1945 Im zweiten Weltkrieg wird Lennep kaum zerstört. Der mittelalterliche Rundlingstyp und der größte Teil der Bausubstanz aus dem 18. Jahrhundert bleiben erhalten.
1968 Der aus dem Sanierungsplan des Büro Mausbach, Essen, abgeleitete Bebauungsplan wird rechtskräftig.
Die angestrebte Sanierung stellte nicht, wie heute üblich, auf eine förmliche Sanierung ab, an der sich naturgemäß auch die öffentliche Hand finanziell beteiligen muß, sondern versuchte durch die einseitige Ausrichtung auf private Investitionen eine Attraktivitätssteigerung zu bewirken Mit Einführung des Städtebauförderungsgesetzes ergab eine Überprüfung der bis dahin verfolgten Strategie, daß alleine auf diese Art und Weise keine Sanierung zu betreiben ist, ohne grundlegend die vorhandene Bausubstanz und Bevölkerungsstruktur in Frage zu stellen.
1974 - 1976 Das Planungsbüro Prof. Zlonicky, Essen, untersucht die Sanierungsbedürftigkeit. Die Ergebnisse werden Grundlage für den Sanierungsrahmenplan.
1975 Erste durchgreifende Modernisierungsmaßnahme von abgängigen Gebäuden durch die Stadt (Neugasse 3 - 5), somit Rücknahme der bereits gefaßten Abrißabsicht durch die Ratsgremien.
Erstes Altstadtfest Lenneps im September.
1978 Die Altstadt Lennep wird durch Satzung als förmliches Sanierungsgebiet festgelegt.
seit 1975 bis heute Die Sanierung wird, gefördert durch Bund, Land und Stadt, an einer Vielzahl von Maßnahmen sichtbar:
  • durchgreifende Instandsetzungen und Modernisierungen an den verschiedenen Objekten, sowohl von Stadt als auch von privater Seite
  • Verkehrsberuhigter Ausbau innerhalb des Altstadtringes und der übrigen radial zum Markt verlaufenden Straßen und Gassen als Wohnstraßen
  • Neuordnung von Innenhöfen
  • Umnutzung von Fabrikgebäuden sowie öffentlichen Gebäuden
All dies wird begleitet durch eine Vielzahl von Instrumenten:
  • Rahmenplan
  • Wettbewerbe
  • Gestaltungssatzung
  • Bebauungsplanung
  • Beratung durch Stadt und Treuhänder
  • Ausstellungen / Bürgerversammlungen / Befragungen

(Quelle: Veröffentlichung des Stadtplanungsamtes Remscheid - Stadterneuerung in RS 2/85)

 

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