Lennep hat was

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Historie

E-Mail Drucken PDF

FensterlädenLennep ist mit 26.026 Einwohnern (Stand 2006) der , gemessen an der Einwohnerzahl zweitgrößte Stadtbezirk Remscheids. Im Mittelalter war Lennep Mitglied der Hanse dazu preußische Kreisstadt und somit lange Zeit eine der wichtigsten Städte des Bergischen Landes.

Heute noch besitzt Lennep in der Grundstruktur eine mittelalterliche Altstadt, die zu den ausgewählten 35 historischen Stadtkernen Nordrhein-Westfalens zählt. 116 Häuser des Stadtkerns, darunter viele Bauwerke im „Bergischen Barock“, die nach dem Stadtbrand von 1746 entstanden, stehen unter Denkmalschutz.

Gliederung

Lennep gliedert sich in die Stadtteile:

  • Lennep Altstadt
  • Lennep Nord
  • Stadtgarten
  • Lennep Neustadt
  • Lennep West
  • Hackenberg
  • Henkelshof
  • Hasenberg
  • Trecknase
  • Grenzwall
  • Engelsburg
  • Bergisch Born Ost
  • Bergisch Born West

Geschichte

Wie durch archäologische Funde belegt ist, gab es im Raum Lennep bereits vor 5000 Jahren menschliche Siedlungen. Der Überlieferung nach liegen die Anfänge der Stadt im 12. Jahrhundert. In der Quellmulde des Baches Linepe (heute: Lennepe-Bach) sollen ein Fronhof und eine dem Heiligen Nikolaus geweihte Kapelle gestanden haben. Fronhof und Kapelle gelangten um 1200 in den Besitz der Grafen von Berg, die sie später an den Herzog Heinrich von Limburg übereigneten. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts schenkte der Herzog Hof und Kapelle dem Kölner Stift St. Kunibert. Mit der Erhebung der Kapelle zur Pfarrkirche bildete sich eine erste geschlossene mittelalterliche Siedlung.

Landkreis Lennep - Notgeld 1917Lennep erhielt 1230 die Stadtrechte und gehört damit zu den ältesten Städten des Bergischen Landes. Neben Wipperfürth (1222), Ratingen (1276) und Düsseldorf (1288) galt Lennep zudem als eine der vier Hauptstädte des Herzogtums Berg. Im Jahr 1276 wurde die Stadt im Bergischen Land Oberhof für das Ratinger Gericht. Zu dieser Zeit existierte bereits eine hohe Befestigungsmauer mit zwei Ausfalltoren. Geografisch günstig, jeweils zwei Tagesreisen von Köln und Dortmund entfernt an der frühmittelalterlichen Fernhandelsstraße nach Magdeburg gelegen, entwickelte sich Lennep schnell zu einer bedeutenden Handelsstadt. Im 13. Jahrhundert wurde Lennep Mitglied der Hanse und unterhielt zahlreiche Handelsniederlassungen. Im Laufe des 14. Jahrhunderts erstarkte die Lenneper Tuchindustrie, deren Produkte weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt waren. Spätestens seit dieser Zeit besaß die Stadt Markt- und Münzrecht, ab 1371 auch das Zollrecht.

Die prosperierende Entwicklung der Stadt endete jäh mit dem großen Stadtbrand von 1746, dem nahezu die gesamte Stadt zum Opfer fiel. Viele Handwerker und Kaufleute ließen sich daraufhin in benachbarten Städten nieder. Der barocke Wiederaufbau der Stadt auf dem mittelalterlichen Stadtgrundriss vollzog sich nur schleppend. Bis zur Industrialisierung wuchs die Stadt nicht über die mittelalterliche Wallzone hinaus. Erst danach entwickelte sich die Stadt entlang der Hauptausfallstraßen weiter, vor allem in Richtung Süden und Westen, wo die Lenneper Neustadt mit Amtsgericht, Bahnhof und Kreishaus entstand. Dennoch konnte die Stadt kaum mehr mit den umliegenden neuen Großstädten im Wupperviereck konkurrieren.

Bis 1929 war Lennep Sitz des gleichnamigen preußischen Landkreises. Im Jahre 1929 erfolgte die Eingemeindung nach Remscheid. Die Auflösung des Kreises und die Eingemeindung führte anfangs zu starken Protesten in der Bevölkerung, die jedoch vergebens waren. Seither bildet Lennep den flächenmäßig größten Remscheider Stadtbezirk. Im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform im Jahre 1975 wurde die in Teilen bereits zu Lennep gehörige Ortschaft Bergisch-Born komplett einemeindet.

Wappen

WappenDas Wappen von Lennep, angelehnt an ein Stadtsiegel aus dem Jahr 1363 angelehnt, zeigt auf einem silbernen Schild eine rote Stadtmauer mit Tor und einen roten, doppeltürmigen Kirchenbau mit blauem Dach und blauen Turmhauben. Der rechte Turm ist von einem goldenen Wetterhahn bekrönt. Oberhalb der Kirche befindet sich ein kleines silbernes Schild mit einem nach rechts aufsteigenden roten Löwen, dem Wappentier der jüngeren Linie der Grafen bzw. Herzöge von Berg. Das Lenneper Wappen zeigt eine auffallende Ähnlichkeit zum Wappen der acht Jahre älteren Stadt Wipperfürth: Auch hier zeugt eine befestigte Kirche als Sinnbild für „Stadt“ in unmittelbarem Zusammenhang zum landesherrlichen Wappen von der Bedeutung des Ortes wie auch vom Prestigegewinn, der sich für den hochmittelalterlichen Landesfürsten mit einer Stadterhebung bzw. Stadtgründung verband.

Stadtbeschreibung

StechschildDie Lenneper Altstadt entwickelte sich im Quellmuldental des Linepe-Bachs. Ihr Stadtgrundriss zeigt sich bis heute nahezu kreisförmig. Die mittelalterliche Haupthandelsstraße Köln-Magdeburg durchschnitt die Stadt von Süd-Südwesten nach Nordosten, in der ehemaligen Stadtmauer ein Kölner und ein Schwelmer Tor. Ein zweiter Straßenzug (heute Wetterauer Straße - Alter Markt - Berliner Straße) entlastete die Fernstraße und führte von den Toren zum Marktplatz der Stadt. Von dort erschließt man auch den Kirchhof mit der Hauptkirche der Stadt. Mit der Lüttringhauser Pforte im Nordwesten und der Mühlenpforte im Osten besaß Lennep zwei weitere Zugänge zur Stadt, die über einen weiteren Straßenzug (heute: Neugasse  - Alter Markt - Kronenstraße - Mühlenstraße) miteinander und dem Marktplatz verbunden waren. Der mittelalterliche Befestigungsring, der vermutlich aus Mauer, Wall und Graben bestand, wird noch bis heute von der Wallstraße nachgezeichnet. Im Norden schlossen sich an derWallstraße bis zum Thüringsberg verschiedene Lösch- und Trinkwasserteiche an, die heute aber durch eine Grünfläche ersetzt sind.

Von der ursprünglichen mittelalterlichen Bebauung ist wenig erhalten. Sie brannte 1746 nahezu vollständig nieder. Nur einige steinerne Bauteile der Stadtkirche, vor allem am Turm, datieren aus der frühen Zeit. Die heutige Bebauung entstand auf Grundlage der alten Parzellenstruktur in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im sog. „Bergischen Barock“. Dieser Regionalstil verbindet barocke Schmuckformen mit dem lokalen Lehmfachwerkbau. Für die bergische Bautradition typisch ist der schwarze Anstrich des Ständerwerkes, der weiße Anstrich der Fenster- und Türrahmen, die Kalkung der Gefache, der grüne Anstrich der Fensterläden und Türen und der Einsatz von rheinischem Schiefer zur Wandverkleidung. Oft wurde zunächst nur die Wetterseite der Gebäude verschiefert; wohlhabende Bauherrn leisteten sich allerdings schon früh eine allseitige Verschieferung ihrer Häuser. Besonders imposante Bauwerke stellen das Alte Rathaus (Alter Markt) und das Haupthaus des heutigen Röntgenmuseums (Patrizierhaus von 1803, Schwelmer Straße 41) dar. Bauhistorisches Interesse weckt ebenfalls die evangelische Stadtkirche, die nach 1746 umfassend ausgebaut wurde. Der wuchtige mittelalterliche Turm erhielt eine elegante barocke Turmhaube, die bis heute stadtbildprägend ist. Im Innenraum der neu erbauten Saalkirche verschmelzen die Prinzipalstücke Altar, Kanzel und Orgel, die für die protestantischen Kirchenbauten des Bergischen Landes typisch sind, zu einer eindrucksvollen Einheit.

Glücklicherweise blieb die Lenneper Altstadt vom alliierten Bombardement des Zweiten Weltkriegs nahezu verschont. Nur der verputzte Steinbau des Neuen Rathauses am Alten Markt wurde vollständig zerstört. Hingegen trafen mehrere Spreng- und Brandbomben verschiedene Gebäude in der Neustadt. Ebenfalls kam es zu einem größeren Verlust der historischen Bausubstanz durch die Modernisierung während der Wirtschaftswunderjahre. Ab den 1970er Jahren wurde der Baubestand des 18. Jahrhunderts durchgreifend saniert, so dass das einzigartige städtebauliche Ensemble bis heute erhalten ist.

 

Kommentare  

  1. #2 Sebastian Voigt
    2009-06-1918:18:17 Ne sehr schöne Seite, lebe in Lennep werde auch nie wegziehen! Ich liebe Lennep^^
  2. #1 Ursula Kaufhold
    2008-11-0220:47:26 Wie schön über Lennep, echt gelungen!

Kommentar schreiben

Fett Zitat


Sicherheitscode
Aktualisieren


Umfragen

03/10 Ein Parkverbot auf dem unteren Alter Markt - wie von der SPD, FDP und den Grünen gefordert - wäre ...
 

Kalender

<<  März 2010  >>
MoDiMiDoFrSaSo
  1  2  3  4  5  6  7
  8  910111314
151619
22232425262728
293031    

Newsletter










BM Newsticker


Neueste Nachrichten

Gesund, stark und selbstbewusst – so sollen unsere Kinder heranwachsen.

Klasse2000 wurde 1991 von einem Expertenteam aus Medizin und Pädagogik am Klinikum Nürnberg entwickelt. Seitdem wird das Programm laufend weiter entwickelt und optimiert.

Weiterlesen...

Veranstaltungen